Meine Benefizpilgerschaft für autistische Maler/innen

Im Mai 2010 brach ich ganz alleine von Gauting bei München zu einer Pilgerschaft nach Santiago de Compostella auf. Diese Pilgerschaft widmete ich meinen nichtsprechenden autistischen Maler/innen.

Sie führte mich durch die ganze Schweiz bis Genf, von dort aus nach Frankreich hinein bis Le Puy und weiter durch wunderbare, oft einsamste Landstriche bis nach Moissac in Südfrankreich. Mehr als 1500 km haben meine Beine mich und meinen Rucksack in diesem Jahr getragen, der ausser den notwendigsten Utensilien auch Gebete und persönliche Anliegen mancher Mitmenschen trug.

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Am 09. Mai 2011 brach ich erneut auf nach Moissac, um von dort aus meine Pilgerschaft nach Santiago de Compostella zu vollenden. Sie führte mich über die Pyrenäen nach Spanien, erst nach Pamplona und dann über San Sebastian immer entlang der Küste des Atlantik, Schritt für Schritt auf weiteren 1350 Kilometern nach Santiago und sogar noch bis Finisterre, dem sagenhaften „Ende der Welt“ im äußersten Westen Galiziens.

 

Wozu ich das machte?

Ich folgte einem persönlichen Traum, der mich seit langem beschäftigt, denn das Pilgern ist nicht einfach „wandern“, sondern eine innere Haltung des „Unterwegs Seins“. Meine ersten Pilgerwege führten mich bereits 1996 und 1998 durch Strecken Nordspaniens, lange bevor der Pilgerweg durch medienrelevante Veröffentlichungen populär geworden ist. Immer wünschte ich mir, einmal von der Haustüre weg den ganzen Weg in einem Stück zu pilgern, wenn ich nur eines Tages die Zeit dazu hätte. Das war jetzt der Fall!

 


Was hat meine Pilgerschaft mit dem Gestützten Malen zu tun, werden Sie Sich fragen.

Nichts! Und eben doch: denn meine kunsttherapeutische Arbeit ist seit 1994 meine große berufliche und menschliche Herausforderung, für die ich mich stark engagiere. Die großartigen Bilder und Texte, die hier von nichtsprechenden autistischen Menschen geschaffen werden, sind es wert für die ganze Gesellschaft, ins Licht der Öffentlichkeit gestellt zu werden.

Ausstellungsarbeit kostet jedoch Geld, viel Geld.

Deshalb hatte ich angeboten, persönliche Herzensanliegen oder Bitten, Gebete oder Wünsche in meinem Rucksack mitzutragen nach Santiago und gebeten, sich mit einer Spende an der Ausstellungsarbeit MALEN IST HOFFNUNG zu beteiligen.
Alle Gebete habe ich die ganzen 2850 Kilometer bis in die Kathedrale von Santiago getragen und dort auf ein großes Plakat zusammengefügt, aufgehängt. Das war mir eine grosse Freude und ein würdiger Abschluß meines langen Weges.

Als Ergänzung zu meinen Ausführungen möchte ich folgende Zeilen des schwer kommunikationsbehinderten autistischen Malers Seppi Berghammer zitieren:

EINE IRRE FREUDE HABE ICH, DASS ICH WIEDER AUSSTELLEN DARF!
ES IST FRIEDLICH IN MIR UND ICH BIN MIT MEINEM SCHICKSAL IM REINEN!
EINE HILFE IM INNEREN IST DIE MALEREI, DENN SIE IST IMMER AUSDRUCK MEINES INNEREN ZUSTANDES!
ICH SELBST BIN EIN FRIEDENSSTIFTER FÜR DIE MENSCHEN, MIT DENEN ICH TEURE ZEIT TEILE! MEINE HERZENSKRAFT HEILT VIELE WUNDEN.
ES IST WICHTIG, DASS IMMER MEHR MENSCHEN IHRE HERZENSKRÄFTE IN DIE WELT SCHICKEN!

Zur Finanzierung dieser Ausstellungen können Sie gerne auch beitragen, indem Sie einen Ihnen entbehrlichen Betrag auf folgendes Förderkonto überweisen.

MALEN IST HOFFNUNG
Postbank Hamburg
BLZ 201 100 22
Kto.- Nr. 3200 505 448

Mehr Informationen zu meiner Arbeit finden Sie auf meiner webseite

www.gestuetztes-malen.de

oder wenn Sie den Begriff MALEN IST HOFFNUNG googeln

 

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